Unsere Buchempfehlungen

Richard Schuberth, Bus nach Bingöl

Richard Schuberth, Bus nach Bingöl

Roman
Preis: 21,00 €
ISBN: 978-3-85435-944-9

Gibt es die Kurden und wenn ja, wer ist dann eine/r?

Können Sie sich noch erinnern, wie Ursula von der Leyen im Kampfanzug die kurdischen Peschmerga als unsere Kämpfer gegen den IS mit Waffen ausrüstete? Davon will heute niemand mehr etwas wissen. Im Gegenteil: Erdogans Truppen dürfen ungestraft „Schutzzonen“ auf syrisch-kurdischem Gebiet für sich reklamieren und Ansätze von autonomer Selbstverwaltung unter ihren Stiefeln zertreten. Hierzulande hat nur noch eine verbotenerweise gezeigte PKK-Fahne Nachrichtenwert.
 
Zeit also mit Richard Schuberth in den „Bus nach Bingöl“ zu steigen und ins ostanatolische Siedlungsgebiet eines Teils derer zu reisen, die wir unter dem Sammelbegriff „Kurden“ kennen.

Die Handlung ist schnell erzählt: Ahmet Arslan, in seiner Jugend im Kampf gegen die Militärjunta, verhaftet, gefoltert und eingesperrt, lebt seit Jahrzehnten im österreichischen Exil und reist noch einmal in seine Heimat, die kurdische Provinz Dersim. Verschiedene Mitreisende spiegeln mit ihren Schicksalen Aspekt und Blicke auf die „Kurdenfrage“. Vollends aber zerschellt Ahmets heroisierende Heimatliebe am täglichen Kampf ums Überleben in seinem Heimatdorf. Alte wie junge Bewohner des Dorfes beäugen den Heimkehrer skeptisch, die Missverständnisse aufgrund lebensgeschichtlicher Prägungen erschweren die (Wieder)Annäherung. Geschichten, Reflexionen, Gespräche umkreisen die ewigen Fragen von Identität, Ethnizität und Zukunftssorge. „Im Gefängnis haben sie mich als Kurden geschlagen. Seitdem bin ich einer“ ist nur eine  von vielen plausiblen Antworten.

Einfühlsam, liebevoll und bisweilen sarkastisch (wenn z.B die selbstgerechten Vollkornsozialisten ihre wohlfeile Solidarität um die Ohren gehauen bekommen) erzählt Schuberth von Gefühlswelten, die auch um die Ecke beim Kuaför spürbar sind, wenn man sich Mühe gibt sie zu registrieren.

Seltsam unverbunden endet der Roman im 7. Kapitel mit der „Geschichte zweier Esel“. Als Einzelstück äußerst bewegend und in bester Erzähltradition wirkt sie doch etwas

Beate Sauer, Echo der Toten

Historischer Kriminalroman
Preis: 13,00 €
ISBN: 978-3-548-28957-1

Mord im Hungerwinter

Januar 1947: Über dem Land liegt eine Decke aus Schnee und Eis, zwischen Ruinen kämpfen die Menschen ums Überleben, als in der Eifel ein Mord geschieht. Richard Davies von der britischen Military Police soll das Verbrechen aufklären. Doch der einzige Zeuge ist ein sechsjähriger Junge, der sich weigert zu sprechen. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln wird Richard zur Seite gestellt. Sie kommt, wie der Junge, aus Ostpreußen und findet einen Zugang zu seiner verletzten Seele. Doch die Erinnerungen an die schrecklichen Erlebnisse während der Flucht sind noch so frisch, dass Friederike an ihrer Kraft zweifelt. Und Richard Davies muss mit Menschen zusammenarbeiten, die schwere Schuld auf sich geladen haben.

Pauline Peters, Das Zedernhaus

Historischer Kriminalroman
Preis: 10,00 €
ISBN: 978-3-404-17675-5

London, 1908: Victoria befindet sich mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als ihr Verlobter Jeremy die Hochzeit verschieben und nach Indien reisen muss. Dort wurde ein Anschlag auf den Vizekönig verübt. In London geschehen unterdessen merkwürdige Dinge: Ein Medaillon mit einem Bild von Victorias verstorbenem Vater wird bei einem ermordeten indischen Matrosen gefunden. Als Jeremy plötzlich als vermisst gilt, reist Victoria mit ihrem Butler Hopkins nach Indien. Doch sie werden beobachtet - und von Jeremy findet sich keine Spur ...

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